75 Jahre Tag der Befreiung

Unbenannt

קיינמאל מער
PLUS JAMAIS
NEVER AGAIN
никогда́ бо́льше
MAI PIÙ
لن نعيد الكرَّة
NIE WIEDER
BIR DAHA ASLA

In Erinnerung an den 8.Mai 1945, die deutsche
Kapitulation und das Ende des Zweiten Weltkrieges in
Europa.
Zum Gedenken an die Verfolgten und Ermordeten des
Nationalsozialismus.
In Erinnerung an die Opfer von Rassismus und rechter
Gewalt.
Gegen Faschismus und Rechte Ideologien,
damals wie heute.

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Heute vor genau 75 Jahren kapitulierte Nazideutschland vor den vereinten Streitkräften der Alliierten. Damit endete die nationalsozialistische Schreckensherrschaft in Europa, der seit 1933 mehr als 50 Millionen Menschen zum Opfer gefallen waren. Wir gedenken heute den ermordeten Jüd*innen, Sinti*zze und Rom*nja, LGBTIQ*, Menschen mit Behinderung, Kommunist*innen, Sozialdemokrat*innen, Gewerkschafter*innen und ermordeten Zivilist*innen in den von Deutschland und seinen Verbündeten besetzten Gebieten. Wir gedenken ebenso den Partisan*innen, Widerstandskämpfer*innen und allierten Soldat*innen, die beim Kampf gegen den Faschismus ihr Leben lassen mussten.

Warum dieses Gedenken noch heute wichtig ist, hat der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland erst vor wenigen Tagen bewiesen. Der 8. Mai tauge nicht zum Feiertag, da er „auch ein Tag der absoluten Niederlage, ein Tag des Verlustes von großen Teilen Deutschlands und des Verlustes von Gestaltungsmöglichkeit“ sei. Bis heute knüpfen nicht nur Gauland und die AfD an den postnazistischen Mythos der Deutschen als Opfer an, denen im Zuge der militärischen Kapitulation der Nazis unrechtmäßig die Möglichkeit genommen worden sei, über ihr eigenes Schicksal zu bestimmen.

Aussagen wie diese reihen sich heute in Entwicklungen ein, die nationalistische Propaganda und rassistische Einstellungen wieder hoffähig werden lassen. Gerade in der aktuellen Krise werden die Rufe nach einem autoritären Staat immer lauter und noch immer kommen jedes Jahr zehntausende Geflüchtete an den europäischen Außengrenzen ums Leben. Die rechten Terroranschläge von Halle und Hanau, sowie die Morde an Walter Lübcke und Arkan Hussein Khalaf sind genau in diesem gesellschaftlichen Klima entstanden.

Deshalb ist der 8. Mai für uns kein Tag abstrakten historischen Gedenkens. Als sozialistischer Kinder- und Jugendverband aus der Arbeiter*innenjugendbewegung stehen wir selbst in der Tradition der Verfolgung und des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Wir haben seitdem nicht damit aufgehört alte und neue Nazis zu bekämpfen und unversöhnlich gegen jede Form menschenfeindlicher Ideologie zu sein.

Heute, morgen, immer:
Keinen Fußbreit den Faschist*innen!

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https://www.wir-falken.de/aktuelles/meldungen/10835984.html